ROMADORF

EIN FENSTER IM HAUS MEINES VATERS


80 X 40 cm, Zeichnung mit Bleistift und Acetondruck auf Papier

nachgebautes Haus meines Vaters , Model 1:20

Wien 2012


ROMA VILLAGE

A WINDOW IN THE HOUSE OF MY FATHER


80 X 40 cm, drawing with pencil and aceton print on paper

replica of my father's house, model 1:20

Vienna 2012




Mein Model, gebaut in einer Schuhschachtel, ist ein Vorschlag, wie man mit einem einfachen architektonischen Eigriff ein Fenster im isolierten Raum meines Vaters bauen könnte. Diese Idee ist eine metaphorische Anleitung für Menschen, die neue Strategien entwickeln, aus der Not zu flüchten. Diese idee habe ih bekommen als ich meine biologische Familie im jahr 2012 das erste mal besuchte.


My model, built in a shoebox, is a suggestion on how to build a window in my father's isolated room with a simple architectural intervention. This idea is a metaphorical guide for people who are developing new strategies to escape from hardship. I had this idea when I visited my biological family in 2012 for the first time.

Im Februar 2012 habe ich das erste mal meine biologische Familie besucht um meine Geschichte zu verstehen und zu verarbeiten. Diese Zeichnungen sind Illustrationen von meinen Erfahrungen. 


Ich habe schon immer gewusst, dass meine Familienangehörigen in einem Roma Gheto, in absoluter Armut ohne Elektrizität und Wasser leben. Fragen - warum müssen Menschen in diesen prekären Verhältnissen leben? Warum entstehen dadurch massive gesellschaftliche Differenzen in einem Land in Zentraleuropa? Welche Konsequenzen hat das für unserere Gesellschaft? Dies brachte mich zu meiner Herangehensweise meines künstlerischen Schaffens. Diese Erfahrung wurde zugleich Schwerpunkt meiner Arbeit: Identitätsfragen und Auseinandersetzung mit Xenophobie, Rassismus, Ausgrenzung und systematischer Marginalisierung verschiedener Minderheiten - vor allem der Volksgruppe der Roma. Ich beschäftige mich mit sozial-kritischen, politischen Auseinandersetzungen, mit Identitätsproblemen und neuen Perspektiven von unterschiedlichen Minderheiten im europäischen Kontext. Ausgangspunkt meiner Arbeit sind neue experimentelle Formen der Zeichnung als Widerstand gegen Ausgrenzung und Rassismus. 



In February 2012 I visited my biological family for the first time to understand and process my own history. These drawings are illustrations of my experiences.


I have always known that my family members live in a Roma Gheto, in absolute poverty without electricity and water. Questions such as: why do people have to live in these precarious conditions? Why does this cause massive social differences in a country in Central Europe? What are the consequences for our society? This brought me to my approach to my artistic implemetation.At the same time, this experience became the focus of my work: questions of identity and dealing with xenophobia, racism, exclusion and the systematic marginalization of various minorities - especially the Roma minority. I deal with social-critical, political issues, identity problems and new perspectives of different minorities in the European context. Starting point of my work are new experimental forms of drawing as resistance to exclusion and racism.